Rezension – Vater Demo – Entry

13 Sep Rezension – Vater Demo – Entry

Irgendwie scheint es bei „kleinen“ Bands (speziell wenn sie ihre Platten selbst produzieren) so zu sein, dass man ein bestimmtes Vorbild bis ins letzte Detail imitiert oder sich an gar keine Spielregeln und Genregrenzen hält.

JANUS gehören zum Glück zur letzten Gruppe und stellen mich vor die recht schwierige Aufgabe, ihre Musik zu beschreiben: eine eher düstere Grundstimmung trifft hier aus Elemente des Industrial, Metal, teilweise aber auch Electro oder sogar Swing und Jazz (!). Dafür bedient man sich auch verschiedenster klanglicher Mittel von Gitarren, Synthies, Bläsern, Streichern, Samples, einige exotische Instrumente (Sitar und noch „schlimmere“ Sachen) und vor allem der Stimme von Sänger RIG, die das Erscheinungsbild der meisten Songs doch entscheidend prägt.

Das bringt uns direkt zu den Inhalten und Texten der Musik von JANUS, bei denen sich eher ein roter Faden ausmachen lässt, den Tobias (Programmierung) selbst folgendermaßen beschreibt: „Lieder von Janus handeln von Menschen, die ihren Verstand verlieren.“

Bei einigen Songs wie dem swingenden „Knochenhaus“ wirken Janus frisch und eben beschwingt, bei „Dreizehn Bestien“ dominiert der harte Gitarren-Industrial, bei anderen Songs eher nachdenklich und etwas kopflastig. Hervorheben sollte man auch das sehr aufwendig und interessant gestaltete Booklet, das den Eindruck einer sehr professionellen Eigenproduktion abrundet.

Insgesamt bieten JANUS mit „Vater“ ein interessantes, ambitioniertes und sehr abwechslungsreiches Album, für das sie hiermit einen Sackvoll Lob von mir erhalten.

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