Paulas Spiel
Musik: Riegert/Hahn
Text: Riegert
Sie sucht in fremden Augen
etwas, das sie kennt
besser noch, falls es das gibt
etwas, das sie liebt.
Sie würde für ihr Leben gern
zu jemandem gehören
doch sobald da etwas gutes ist
muss Paula es zerstören.

Auf alles hat sie Antwort
ihr Selbstbetrug hat Stil.
Sie hat gelernt zu rennen
doch sie kommt nie ans Ziel.
Sie sehnt sich oft nach Nähe
doch dann wird es ihr zuviel
dann ändern sich die Regeln
in Paulas Spiel.

Etwas ist geschehen
worüber sie nicht spricht
doch Spuren überschatten
ihr zerbrechliches Gesicht.
Sie schreckt auf bei Nacht
und hört sich selber schreien.
Gut, wenn da noch einer liegt
sie ist nicht gern allein.

Sie will endlich vergessen
doch sie weiß nicht, wie das geht.
Sie würde es gern lernen
doch dazu ist es zu spät.
Sie will Begehren wecken
doch alle wollen viel zu viel.
Dann ändert sie die Regeln...

Ihr Körper ist eine Wunde
der Schmerz noch nicht verdaut.
Jede Berührung brennt wie Feuer
auf ihrer nackten Haut.

Sie zerreißt die Briefe
Lügen auf Papier.
Alle wollten sie retten
doch sie ist noch immer hier.

Sie will Vertrauen fassen
doch es fällt ihr furchtbar schwer.
Das, was von ihr noch übrig ist
gibt sie nicht mehr her.
Sie hört die Treueschwüre
und schon wird es ihr zuviel
schon ändern sich die Regeln
in Paulas Spiel.

Das Unausweichliche
nimmt seinen Lauf:
je näher sie sich träumt
desto ferner wacht sie auf.
Das ist Paulas Spiel...

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RIG über Paulas Spiel

"Paulas Spiel" ist schon länger Bestandteil des JANUS-Livesets. Auf "Auferstehung" gelangt das Lied endlich zu längst überfälligen CD-Ehren. Verwunderlich war für mich anfangs, wie regelmäßig sich nach jedem Gig Frauen mit den Worten "Ich bin Paula!" meldeten. Musikalisch pendelt das Lied zwischen melodiösen Strophen und rockigen Passagen hin und her, was in gewisser Weise die innere Zerrissenheit der Protagonistin wiederspiegelt. Insgesamt etwas elektronischer als die Liveversion.

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